Neben dem LDSB aus Thüringen (LDSB Thüringen will und verbietet Microsoft 365 – RaKöllner (rakoellner.de)) hat sich nun auch der Landesdatenschutzbeauftragte aus BW zu dem DSK Beschluss in einem Interview mit dem Portal Golem geäußert.
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Neben dem LDSB aus Thüringen (LDSB Thüringen will und verbietet Microsoft 365 – RaKöllner (rakoellner.de)) hat sich nun auch der Landesdatenschutzbeauftragte aus BW zu dem DSK Beschluss in einem Interview mit dem Portal Golem geäußert.
Es gibt im Bereich Microsoft 365 und dem Thema Datenschutz so viele Unterlagen in den letzten Wochen, dass einfach einige interessante News untergehen könne. Diese arbeite ich in diesem Blogpost einmal raus und sammle:
Kurz nach der Entscheidung der DSK zu Microsoft 365 veröffentlicht der Thüringer LDSB eine eigene Stellungnahme und ein Verbot des Einsatzes von Microsoft 365 in Thüringen.
2 Jahre lang hat die Arbeitsgruppe der DSK bestehende aus MitarbeiterInnen der Landesdatenschützern gemeinsam mit Vertretern der Microsoft Deutschland und Microsoft Corp (CELA) geprüft, Fragen gestellt und Antworten erhalten.
Die Diskussionen über Herausforderungen im Themengebiet Datenschutz und Microsoft 365 sind älter als viele vermuten. Es begann schon mit Windows und wird nun bei Microsoft 365 als SaaS Applikation und einer Produktsuite bestehende aus mehr als 20 Produkten und tausenden von Features und Funktionen, die im Evergreenansatz immer weiter angepasst und erweitert werden.
Viele Schulen und Bildungseinrichtungen nutzen Microsoft 365 EDU. Dieses spezielle Lizenzpaket wird von Microsoft in der kleinsten Variante A1 kostenlos angeboten, es bestehen jedoch auch kostenpflichtige Varianten A3 und A5. In Frankreich wurde der Einsatz von A1 nun vom Bildungsministerium gemeinsam mit Google Workplace untersagt.
Der Landesdatenschutzbeauftagte für BW ist schon vor einiger Zeit bei Twitter aus Gründen des Datenschutzes ausgestiegen und hat im Anschluss sogar eine eigene Mastodon Instanz mit Servern aufgebaut und betreut diese unter dem Namen: bawü.sozial.
Raphael Köllner übernimmt mit Viktoria den IAMCP Business Circle Privacy & Compliance. Im Rahmen dessen übernehmen wir die für IT-Projekte wichtigen Themen.
Kanada gilt mit einem EU-Angemessenheitsbeschluss als sicheres Drittland für Europäer. Auch in diesem Land wird Microsoft 365 eingesetzt und lohnt es sich einen Blick über den „großen Teich“ zu werfen und es sich genau anzuschauen.
Die Diskussion rund um den Einsatz von Microsoft Teams in Schulen, gerade in Baden-Württemberg, ist groß, da es von Aufsichtsbehörden Bedenken gibt. Diese äußern sich im Bereich des Zugriffs von US-Behörden, intransparente Datenverarbeitung und unklare Vertragslage. So wurden die 41 Testschulen gebeten Microsoft Teams wieder aus dem Betrieb zu nehmen.