Heute am 01.04.2026 ist Tag des Backups und ohne Aprilscherz kommt nun auch die tolle Umsetzung von Microsoft nicht nur auf Item Ebene das Backup durchzuführen, sondern dieses auch auf Entra ID zu erweitern.
Schutz auf File Ebene
Mit der öffentlichen Vorschau (Preview) von File-level Archiving in Microsoft 365 Archive erweitert Microsoft die bisherigen Möglichkeiten der Archivierung in SharePoint deutlich. Während bislang nur ganze Sites archiviert werden konnten, lassen sich nun auch einzelne Dateien gezielt in ein kostengünstigeres Archiv-Tier verschieben – ohne die restliche Site stillzulegen. Das ist insbesondere für abgeschlossene Projekte, ältere Dokumente oder selten genutzte Referenzdateien relevant, die weiter aufbewahrt werden müssen, aber nicht mehr Teil der aktiven Zusammenarbeit sind.
Ein zentraler Vorteil dieses Ansatzes liegt in der verbesserten Qualität von Suche und Copilot-Ergebnissen. Archivierte Dateien werden aus dem aktiven Index entfernt, bleiben jedoch weiterhin revisionssicher gespeichert. Dadurch konzentrieren sich Microsoft Search und Copilot stärker auf aktuelle, relevante Inhalte, während Governance- und Compliance-Anforderungen weiterhin erfüllt werden. Sicherheitseinstellungen, Metadaten sowie Purview-Funktionen bleiben für die archivierten Dateien vollständig erhalten, und Admins können diese weiterhin zentral durchsuchen und verwalten.
Für Administrator:innen bietet File-level Archiving zudem einen wirksamen Hebel zur Kostenkontrolle. Durch die Entlastung des aktiven SharePoint-Speichers lässt sich der Bedarf an zusätzlichem Storage deutlich reduzieren, ohne Inhalte löschen zu müssen. Die Funktion steht in der Public Preview für geeignete Microsoft-365-Tenants zur Verfügung und unterstützt sowohl manuelle Szenarien als auch die Integration über Microsoft Graph APIs. Perspektivisch plant Microsoft, die Archivierung auch policy-basiert zu automatisieren, um das Lifecycle-Management von Dateien weiter zu vereinfachen.
Grundsätzlicher Schutz für Entra ID
Das Sicherungsauthentifizierungssystem von Microsoft Entra ID wurde entwickelt, um die Verfügbarkeit und Widerstandsfähigkeit von Authentifizierungen auch bei Störungen des primären Entra‑Dienstes sicherzustellen. Es handelt sich um ein paralleles, von Microsoft betriebenes Backup‑System, das automatisch und transparent einspringt, wenn der reguläre Authentifizierungsdienst beeinträchtigt ist. Dabei werden zuvor synchronisierte Authentifizierungs‑Metadaten genutzt, sodass Benutzer*innen weiterhin auf Anwendungen zugreifen können, während Sicherheits‑ und Richtlinienkontrollen (z. B. Conditional Access) grundsätzlich erhalten bleiben. Ziel ist es, die zugesagte Authentifizierungs‑Verfügbarkeit von 99,99 % nachhaltig abzusichern und produktive Arbeitsunterbrechungen zu minimieren.
Das System unterstützt neben Microsoft‑Diensten auch zahlreiche Nicht‑Microsoft‑Workloads, darunter SaaS‑Anwendungen aus dem App‑Katalog, native E‑Mail‑Clients auf iOS und Android sowie ausgewählte Line‑of‑Business‑Anwendungen. Voraussetzung für die Nutzung ist unter anderem, dass sich Benutzer*innen innerhalb der letzten drei Tage vom gleichen Gerät aus authentifiziert haben und keine blockierenden Richtlinien greifen. Auch Dienst‑zu‑Dienst‑Authentifizierungen, etwa über Managed Identities in Azure, profitieren von der erhöhten Resilienz. Microsoft erweitert kontinuierlich die unterstützten Szenarien und Authentifizierungsmuster, wodurch das Backup‑Authentifizierungssystem ein zentrales Element für Business‑Continuity‑ und Resilienz‑Strategien im Identity‑Management darstellt.
https://learn.microsoft.com/de-de/entra/architecture/backup-authentication-system