NIS-2-Registrierung: Das BSI-Portal ist jetzt live – Was Unternehmen wissen müssen
Seit Inkrafttreten des NIS-2-Umsetzungsgesetzes gelten für zahlreiche Unternehmen und Institutionen in Deutschland neue gesetzliche Anforderungen. Dazu gehört die Registrierung als NIS-2-Einrichtung sowie die Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Um diesen Prozess zu vereinfachen, hat das BSI das neue BSI-Portal freigeschaltet.
Das Portal ist als One-Stop-Shop konzipiert und bietet Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle für alle relevanten Informationen und Prozesse. Es basiert auf einer Cloud-Infrastruktur und wird sukzessive zu einer Plattform mit Echtzeit-Daten und Analysen ausgebaut. Ziel ist es, Cybergefahren frühzeitig zu erkennen und die Reaktionsfähigkeit zu verbessern.
Unternehmen, die unter die NIS-2-Regulierung fallen, müssen eine Risikoanalyse durchführen und geeignete Risikomanagementmaßnahmen dokumentieren. Das BSI-Portal stellt hierfür gebündelte Informationen, Tageslageberichte und IT-Sicherheitsmitteilungen bereit. Auch die Meldung von Schwachstellen ist möglich – sogar anonym und ohne Registrierung.
Darüber hinaus können sich Unternehmen über das Portal der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) anschließen oder in der UP KRITIS mitarbeiten, um gemeinsam mit staatlichen Stellen die Cybersicherheit zu stärken.
Das BSI bietet zusätzlich ein NIS-2-Starterpaket sowie Kick-off-Webinare unter dem Motto #nis2know, die praktische Anleitungen und eine Demonstration des Portals enthalten. Termine sind am 8. und 20. Januar sowie am 3. Februar.
Checkliste für Unternehmen zur NIS-2-Umsetzung
Prüfen, ob Ihr Unternehmen unter die NIS-2-Richtlinie fällt
- Branchen: Energie, Verkehr, Gesundheit, Finanzwesen, digitale Dienste, etc.
- Kriterien: Unternehmensgröße, kritische Dienstleistungen
Registrierung im BSI-Portal durchführen
- Unternehmensdaten bereitstellen
- Verantwortliche Kontaktperson benennen
Risikoanalyse erstellen
- Identifikation kritischer Systeme und Prozesse
- Bewertung potenzieller Bedrohungen und Schwachstellen
Risikomanagementmaßnahmen implementieren
- Technische und organisatorische Maßnahmen (z. B. Firewalls, Backup-Strategien)
- Notfallpläne und Incident-Response-Prozesse
Meldepflichten sicherstellen
- Prozesse für die Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle an das BSI definieren
- Verantwortlichkeiten intern klären
Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter
- Awareness-Trainings für IT-Sicherheit
- Regelmäßige Updates zu neuen Bedrohungen
Dokumentation und Nachweisführung
- Alle Maßnahmen und Prozesse schriftlich festhalten
- Auditfähigkeit sicherstellen
Teilnahme an BSI-Webinaren und Nutzung des Starterpakets
- Termine vormerken
- Materialien für die Umsetzung nutzen
Portal: https://portal.bsi.bund.de/
Pressemitteilung https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2026/260601_NIS2_BSI-Portal.html